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HMS Kingston und HMS KASHMIR ankommend in Greenock (nähe Glasgow), Schottland, am 1. Dezember 1939.

Die Ankunft der Kriegsgefangenen in Schottland wurde 4. Dezember 1939 in The Scotman beschrieben.

crewPOW.jpg (42277 bytes) Die Besatzung von U-35 wird in Greenock, Schottland ausgeschifft. Die Original-Bildunterschrift dieses Fotos aus einer Kriegszeitung lautete: Most of the forty-three prisoners expressed distaste at their task of sinking defenceless ships and seemed glad that their share in this type of warfare is finished. (Die meisten der 43 Gefangenen brachten ihre Abneigung zum Ausdruck, wehrlose Schiffe versenken zu müssen. Sie schienen glücklich darüber, dass ihre Aufgabe in diesem Krieg zu Ende ist.)
Abgebildet: Ernst Weber, Siegfried Kienast, Gerhard Freier, Wilhelm Janssen, Siegfried Bruse, Johann van der Pütten, Martin Müller, Karl Sommerer. [19,33,38]


captured2.jpg (43961 bytes) In der ersten Reihe: Johannes Weigand, Siegfried Bruse, Martin Müller, Karl Sommerer, Theodor Schütt, Albert Schrader, Kurt Grosser, and Paul Fichte [33,38]

[65]


Die Besatzung von U-35 verläßt das Schiff. [33]


Ein teil der Besatzung von U-35 verlässt HMS KASHMIR. Erkennbar: Paul Liebau, Fritz Pietsch, Gustav Horstkötter, und Gerhard Stamer. [60,75]


Die ganze Besatzung von U-35 wurde in den Tower of London gebracht. Sie erreichten den Tower am 3. Dezember 1939. Als Werner Lott umgehend in eine eisige Einzelzelle gebracht wurde, drohte er in einen Hungerstreik zu treten, falls er nicht umgehend mit einem Offizier sprechen könnte. Am 2. Tag bekam Werner Lott Besuch von Captain Lord Louis Mountbatten, dem Kommandanten der Zerstörer-Flottille, die U-35 versenkte. Lord Mountbatten arrangierte ein Zusammentreffen mit dem Militär-Kommandanten und kurze Zeit später wurde Werner Lott in ein anderes Quartier verlegt. Hier akzeptierte er auch die angebotene Verpflegung, da er seinem Rang entsprechend untergebracht war. Die "Admiralität entschuldigte sich durch Lord Mountbatten für die schlechte Behandlung und bot ihm ein prächtiges Mahl als Entschädigung. Es handelte sich um eine Einladung in Scott´s Restaurant. Werner Lott akzeptierte unter der Bedingung, dass sein Vize-Kommandant Heinz Erchen ihn begleitete. Den beiden Deutschen wurde für den Abend ein Passierschein ausgehändigt und sie mußten versprechen, keine Fluchtversuche zu unternehmen. In Zivilkleidung wurden die Beiden über eine Zugbrücke zu einer wartenden Admiralitäts-Limousine eskortiert. Nach einem festlichen Mahl mit zwei britischen Marine-Offizieren, die sie aus dem Jahr 1938 in Gibraltar kennengelernt hatten, kehrten die Deutschen den Tower zurück.

Die Offiziere von U-35, sowohl der Koch Martin Müller, wurden am 9. Dezember 1939 in das Kriegsgefangenenlager bei Grizedale Hall, im nord-englischen "Lake District" gebracht. Den Rest der Besatzung transportierte man am 9. und 13. Dezember 1939 in das Lager 127 bei Oldham in Lancashire. [5,17,39]
grizedale.jpg (21731 bytes) Grizedale Hall - Lager 1. Britische Truppen errichten eine Stacheldrahtumzäunung.
Foto: Internationales Rotes Kreuz
In Grizedale Hall, auch als "U-Boat Hotel" genannt, erfuhr Werner Lott von dem erfolglosen Fluchtversuch des Luftwaffen-Piloten Franz von Werra [10]. Dieses wurde im Buch "The One That Got Away" (anklicken um Auszug zu sehen) [79], welches auch ein Film wurde, beschrieben.

Ab Juni 1940 wurde die Besatzung von U-35 in Kriegsgefangenenlagern in Kanada untergebracht. Siegfried Bruse erinnert sich an eine Zugfahrt durch Kanada: "Die Verpflegung im Zug war hervorragend, und danach auch. Im Zug verteilten die Wachen braune Papiertüten mit Verpflegung, Sandwiches, Äpfel, Bananen u. s. w. Zuerst waren wir mißtrauisch. Wir dachten, dass die Verpflegung, die wir erhielten, für die ganze Fahrt ausreichen müßte. Darum aßen wir sehr langsam und immer nur ein Wenig, weil wir noch lange etwas davon haben wollten. Aber dann kamen die Wachen wieder durch den Zug und sammelten alle braunen Papiertüten ein und warfen sie dann aus dem Fenster. Bei der nächsten Verpflegung gab es noch mehr. Wir konnten die Verschwendung nicht fassen!" Siegfried Bruse begann vom Zugfenster aus Eindrücke über Kanada zu sammeln: "Ich sah Männer und Frauen meines Alters auf den Straßen, an den Bahnhöfen und ein- oder zweimal in Fahrzeugen an Bahnübergängen. Sie sahen alle so glücklich und sorgenfrei aus vollkommen anders als das, was ich nach dem "Drill" und meinen Erfahrungen gewohnt war. Ich glaube, es war die Unmenge Verpflegung und der Frieden, was meine Meinung über Kanada veränderte." [19]

Erst wurden die Männer in das Gefangenenlager Gravenhurst Ontario gebracht.
Kriegsgefangene ankommend in Gravenhurst, Ontario, Kanada:

Der Marineoffizier vorne rechts ist Gerhard Stamer, links ist Rolf Dau (Kommandant U-42) und im Zentrum ist Luftwaffe Major Massenbach; in der zweiten und dritten Reihe sind Heinz Erchen und Hans-Joachim Roters. [4]

Eine dieser Fotoserie wurde als Titelbild des 1993 Buches "German Prisoners of War in Canada And Their Artifacts 1940-1948" von Chris Madsen and Bob Henderson, benutzt. [24]

Die Besatzungsmitglieder wurden danach in Fort Henry untergebracht.
Das Kriegsgefangenenlager Fort Henry, Kingston, Ontario. [48]
Eines Tages waren Gerhard Stamer und andere auf den Toiletten in Kingston, Ontario (Fort Henry, Lager 31), beschäftigt. General Major Georg Friemel, lagerältester deutscher Offizier, betrat den Raum um auf die Toilette zu gehen. Gerhard Stamer erinnert sich: Wir erhoben uns ein wenig und sagten: "Meine Herren, der General!"
Er aber sagte: "Bitte, Stamer, lassen Sie den Blödsinn sein!"
Wir haben alle herzlich gelacht.

Im Herbst 1940 wurde, dank dem Einsatz von Gerhard Stamer und drei anderen, eine Kasematte zum Bierkeller umfunktioniert, genannt "Heldenkeller". Ein großes Gemälde ziert heute noch die Decke des "Kasematten-Bier-Kellers". Es sind drei Szenen abgebildet: Eine Szene zeigt einen Ritter und einen Mönch, um darzustellen, Wissen und Mut trinken gemeinsam. Die zweite Szene zeigt zwei kämpfende Ritter, um den Willen zum Kampf und das "Ende" zu zeigen. Die dritte Szene zeigt einen Angriff auf eine Händlerkarawane. Unter den Szenen sind für deutsche Einheiten, Städte und Familien, Wappen gemalt. [16,24]

Im Juli 1941 wurden in der Kantinenbaracke Spuren eines Fluchtversuchs entdeckt, einer von vielen. Gerhard Stamer wurde zu 21 Tagen Haft verurteilt, und er mußte die Kosten für die zerstörte Kantinenwand ersetzen. Aber am nächsten Tag, nachdem zwei andere Offiziere zugegeben hatten, das Verbrechen verübt zu haben, wurde Gerhard Stamer entlastet. [16]

Einige Offiziere kamen nach Gravenhurst zurück. Luftwaffenpilot Ulrich Steinhilper erinnert sich dort an Gerhard Stamer. Er reihte dieses Foto in seine Memoiren ein [29]:
GravenhurstStamer.jpg (84799 bytes) Offiziere im Gravenhurst Kriegsgefangenenlager. Hptm. Neumann, Hptm. Fiebig, Obltn. Machui, Kptltn. Max Schulte (U-13), Maj. Wüstefeld, Oblt. z. S. Albrecht, Kptln (Ing.) Gerhard Stamer, Kptln. (Ing.)Schilling (L.I. U-33), Maj. Keil, Obltn. Hennings [30]
 
Im Gravenhurst Kriegsgefangenenlager, v.L.: Gerhard Stamer (U-35), Heinz Erchen (U-35), Hermann Beckmann (U-27), Albert Schrader (U-35), Werner Lott (U-35), Johannes Franz (Kommandant, U-27), Friedrich Ernst Otto Schilling (LI, U-33), Hans Jenisch (Kommandant, U-32), Hans-Joachim Roters (U-35), Johannes Becker (2.WO, U-33), Anton Thimm (LI, U-32), Fritz Erbshäuser (U-32), [unbekannt]. [76] Der Hund links hieß "Hexe" und gehörte Hans-Joachim Roters; rechts hieß "Flaps" und gehörte Becker. [33]

Siegfried Bruse war Kriegsgefangener im Bowmanville Lager, Ontario, während der drei Tage dauernden "Schlacht von Bowmanville" zwischen Gefangenen und Wachen. Er beschreibt die Zeit als einen bemerkenswerten Abschnitt seiner Gefangenschaft. Eines der ersten Ereignisse war die Ankunft eines unbewaffneten, deutsch-sprechenden Veteranen-Garde-Offiziers in der Gefangenenkolonie, der meinte, er müßte den Gefangenen den umstrittenden Fesselbefehl erklären. Als der Kanadier mit seinen Erklärungen begann, umzingelten ihn die Deutschen. Auf ein verabredetes Zeichen sprangen sie auf und griffen ihn an.
Ich glaube, der Bursche, den wir uns vorgenommen hatten, war ein Captain und noch ziemlich jung an Jahren. In zwei Minuten war er überwältigt. Wir fesselten ihn und brachten ihn in eine Ecke. Er wurde unser "Kriegsgefangener".
Die Deutschen verbarrikadierten sich in ihren Baracken. Aber nach einigen Tagen errangen die Wachen die Überhand und erzwangen das Ende des Widerstandes.
Wir hatten keine Wahl, da wir unbewaffnet waren. Dann bildeten die Wachen zwei Reihen vor der Tür und wir mußten zwischen ihnen "Spießruten" laufen. Als wir losgingen, schlugen sie uns mit Stöcken über den Kopf. Das war ziemlich unfair, aber sie waren darüber verärgert, dass sie drei Tage gebraucht hatten, um die ganze Angelegenheit zu beenden. [19,21]

U35U42.jpg (113746 bytes) U-35 und U-42 Besatzungsmitglieder in einem Kriegsgefangenenlager.
L-R: Gerhard Stamer (U-35), Heinz Erchen (U-35), Hans-Joachim Roters (U-35), Albert Schrader (U-35), Werner Lott (U-35), Rolf Dau (Kommandant von U-42), Siegfried Ludwig (U-42), Julius von Gosen (U-42), Otto Meye (U-42), Max Dünnebier (U-42). [53]

ThiSchnMayHirJanKalLieFisJacMue.jpg (91459 bytes)Espanola Lager, Canada.

Stehend, von links: Hannes Thieme, Fritz Pietsch, Erich Bartold May, Hubert Hirsch, Wilhelm Janssen.

Sitzend: Walter Kalabuch, Paul Liebau, Gottlob Wilhelm Fischer, unbekannt, Martin Müller.


Besatzungsmitglieder von U-35 als Kriegsgefangenen in Kanada. Stehend, v.L.: Gerhard Marx, Heinz Küfner, Stefan Döbele, Theodor Schütt, Walter Roloff.
Sitzend, v.L.: Peter von der Helm, Gerhard Oppermann, Richard Friedrich Lüneburg, Fritz Pietsch, Ernst Weber. [70]

Durch Austausch von Kriegsgefangenen in 1943 kehrte Heinz Küfner wieder nach Deutschland zurück. [65]

Laut Erinnerungen von Gottfried Dukes [16] versuchte Dr. Karl Rabe 1943 das Lethbridge Lager viermal zu verlassen. Er war Leutnant in der Marine gewesen, aber zum einfachen Soldaten wegen Misshandlung der Mannschaftsgelder degradiert worden. Im Frühsommer machte er sich sorgfältige Notizen über die Wachen und ihre Abwechslungen. Jeden Abend wurden große, leere Holzkisten zur Brotabfertigung zwischen den inneren und äußeren Lagertoren aufgestellt. Eines Abends versteckte er sich in der Kiste und befreite sich mit einer selbstgemachten Handsäge als er die Wachtposten fort wusste. Leider machte die Säge mit dem Vibrieren des Leichtholzes einen riesigen Lärm. Der Wachsoldat kam, um auszukundschaften. 20 weitere Soldaten beobachteten Rabes Ausstieg. Man rasierte seinen Kopf kahl und steckte ihn 14 Tage in den Knast.
Im weiteren Spätsommer studierte Rabe das Abflusssystem des Lagers und beschloss, durch die Abflussrohre zu entkommen. Erfolgreich geriet er in die Rohre, hatte jedoch ein Fluchtsignal mit den Kameraden vereinbart. Stunden vergingen; kein Signal. Endlich hörten die Gefangenen einen schwachen Hilferuf. Sie liefen zu den Wachen und baten um Hilfe. Gottfried Dukes war einer aus der Rettungspartei. Welche Erlaubnis bekam, bewacht zum Abflussausgang zu gehen. Dort fanden sie Rabe am Gitterausgang eng angepresst am Ende des Tunnels und von Wasser umgeben. Er hielt sich krampfhaft fest, sein Gesicht von Papier, Holz und leeren Flaschen umgeben, sowie großen Unrat, zitternd vor Kälte, seinen Mund im stinkenden Abfluss. Wieder eine Kahlscherung und zwei Wochen im Gefängnis.
Der dritte Fluchtversuch umfasste elektrische Leitungen, welche die Lager-Gebäude in Verbindung brachten. Eines Abends nahm Rabe zwei Räder, verband sie durch eine Stange und rollte auf den Leitungen davon. Wieder ein Hilferuf! Diesmal hing ein Stück Leitung teilweise herunter, welche zwischen den Zäunen die Verbindung herstellte, und Rabe hing 3 Meter über dem Boden so halbwegs zwischen den Pfählen. Er wagte nicht herunterzuspringen, da er wegen der Dunkelheit nicht wusste, wo er landen würde. Diesmal holten ihn die Gefangenen herunter, bevor die Wachen das Geschehnis bemerkten. Also kein Haarschnitt u. keine Strafe für Rabe.
Der gewagteste Fluchtversuch dieses Fliehsüchtigen umfasste den Bau eines Heißluftballons, um über den Stacheldraht fortzufliegen. Gottfried Dukes erlernte das Zusammennähen des Ballonstoffes. Zehn Gefangene halfen beim Zertrennen der Schlafsäcke, beim Eintunken in einer Kleisterlösung und beim Trocknen auf den Heizröhren. Die großen Laken wurden mit der Hand Zusammengenäht – und bald nahm der Ballon Form an. Endlich kam die passend dunkle, bewölkte Nacht mit Westwind. Sie legen den Ballon gut zusammen und füllen ihn mit Gas. Ein richtiges Monster, so 24 Fuss lang und zehn Fuss breit. Wir waren alle aufgeregt; dies war die klare Sache. Die Gemütstimmung sank bald. Obgleich der Ballon bis zum Bersten angefüllt war, stieg der Ballon keinen Zentimeter. Da sass er wie ein dicker Kürbis. Das Hitzegas war schwerer als die Luft, es war unmöglich, den Ballon vom Boden aufzuheben. Das Ereignis wurde nie gemeldet, soweit ich weis.

Dr. Rabe hat mit einmal als ich Grippe hatte geholfen. Er war wegen einer Veruntreuung des - oder Teil davon - Boots-Geldes der Mannschaft, degradiert worden. Ich denke, dass die monatlichen kuriosen Fluchtversuch des Matrosen Rabe, nur um des Berichtes Willen über den schwedischen Konsul nach Deutschland, statt gefunden haben.
"Wurden Fluchtversuchen unternommen?" - "Ja, von Matrosen Rabe."
[77]

GrandeLigne1944.jpg (33662 bytes) U-35 Besatzungsmitglieder im Kriegsgefangenenlager Grande-Ligne, Quebec, Kanada, in 1944.
Stehend, v. L.: Gerhard Freier, Heinz Erchen, Hans-Joachim Roters, Gerhard Stamer, Paul Fichte
Sitzend, v. L.: Albert Schrader, Siegfried Kienast, Werner Lott, Peter Schwarz, Kurt Grosser. [33]


Edgar, Freiherr von Salis-Soglio schrieb in seiner Selbstbiographie über seine Kriegsgefangenschaft in Grande-Ligne in 1944:
Zusätzlich zu allem existiert noch eine Kantine, von dem Marineoffizier Stamer geführt, verwaltet und vermehrt. Nicht nur Bier steht uns zur Verfügung. Stamer versteht es auch durch seine oft köstlichen Späßchen, bei den Versorgern unserer Kantine Hahn im Korbe zu sein. Da tun sie ihm schon einmal einen Gefallen. - Die ersten Erdbeeren sind auf dem Markt erschienen, so berichtet wenigstens die Marktzeitung von Montreal. Aber als die Hausfrauen Erdbeeren kaufen wollen, sind keine mehr vorhanden. Stamer hat sie längst in das Lager "organisiert". Es gibt einen handfesten Skandal, von dem wir allerdings nur über unsere Bewacher erfahren, die uns eine Zeitung zustecken, mit dem betreffenden Artikel rot umrandet. [58]

Kriegsgefangenen in Grande-Ligne. Von der U-35 Besatzung sind Kurt Grosser, Paul Fichte, Peter Schwarz, Siegfried Kienast, Albert Schrader, und Gerhard Freier. [53]


Siegfried Bruse, der auch einige Zeit in Bowmanville verbrachte, erinnert sich an den Besuch eines Kindes eines Wachtposten im Dezember 1944:
Der kleine Kerl erhielt Vorzugsbehandlung. Sie müssen verstehen, wir hatten schon seit langer Zeit keine Kinder mehr gesehen, und es war Weihnachten. Wir hatten einen Weihnachtsbaum mit bemalten Blechdosen geschmückt. Einige davon waren wunderbar gelungen. Aber, dies war ein besonderes Kind! Jeder der Männer wollte ihm etwas schenken. Mit dem Kind gingen alle Arten von Wandbildern, Schnitzereien, Gemälden, Schokolade und alles, was man sich sonst noch denken kann heim. Zehn Wachen mußten die Geschenke wegtragen. Uns hat es auf jeden Fall eine riesige Freude gemacht. [19]

Siegfried Bruse als Kriegsgefangener.


Siegfried Bruse war Leiter der Kantine in Bowmanville, als die Vorgesetzten beschlossen, die Kriegsgefangenen sollten Bier bekommen.
Sie kamen eines Tages zu mir und fragten, welche Sorte wir haben wollten. Ich wußte nichts über kanadisches Bier und sagte den Wachen, dass sie uns eine Auswahl von allen verfügbaren Sorten bringen sollten. Ein oder zwei Tage später erschienen sie mit zehn oder zwölf Kisten mit allen möglichen Sorten. Wir probierten die Sorten durch, aber Kingsbeer war unser Favorit. Nach einigen erlaubten Dosen wurde das meiste Bier bei irgend jemand nach Kantinenschluß getrunken. Wir erlebten eine Menge Spaß dabei. [19]

Keiner der Besatzung verstarb in der kanadischen Kriegsgefangenschaft. [16]

Die Geschichte geht weiter, als die Kriegsgefangenen nach dem Kriege repatriiert wurden ...

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2016-01-01

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